Weihnachtsgrüße aus Engen

 

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.
(Ernst Ferstl)

 

Hallo Liebe Freunde, nah und fern!

Erinnert Ihr Euch noch an letztes Jahr? Ja, in der Tat es war letztes Jahr, als ich Euch in meinem Weihnachtsbrief das obenstehende Zitat als Abschluss mitgab. In den vergangenen Tagen musste ich bei einem Filmabend mit einem Freund schmunzeln, als einer der Protagonisten auf die simple Aussage: „Uhrenvergleich“ mit folgendem Satz antwortete:

„Zeit ist nur ein Konstrukt.“

In der Tat ist es das und würde nicht alles im Leben sich so streng an dieses Konstrukt halten, wäre Vieles sicherlich einfacher. Aber leider müssen wir uns diesem Konstrukt hingeben.

 

Was geht mir durch den Kopf, wenn ich über die letzten 12 Monate nachdenke. Gefühlt sind es noch gar keine 12 Monate, aber die Tatsache, dass ich hier sitze und Dir diese Zeilen schreibe zeigt, dass wieder ein ereignisreiches Jahr hinter mir liegt.

Gleich zum Jahresbeginn wurde deutlich, dass einige Wochenenden der neuen Leidenschaft, dem Kart fahren, zum Opfer fallen werden. Dieses war mir aber schon im Vorfeld bewusst, als ich mich für die komplette Saison anmeldete. Das Ziel hierfür war ganz klar nicht dem Feld hinterherfahren. Ich konnte Einiges an Erfahrung aus dem Gaststart im finalen Lauf der Vorsaison mitnehmen jedoch blieb nicht so viel Zeit für eine Vorbereitung, da die Saison bereits im Januar wieder startete. Ganz zu meinem Überraschen konnte ich im ersten Saisonlauf in Singen direkt ums Podium mitfahren und dank einer tollen Taktik im 2. Lauf des Tages direkt den ersten Pokal für Platz 3 mit nach Hause nehmen. Was zu diesem Zeitpunkt für mich völlig überraschend war. Doch im Laufe der Saison (welche aus einer Indoortrophy, Outdoortrophy und der Gesamtmeisterschaft besteht) entwickelte es sich immer besser, und so sollte der Podiumsbesuch vom Auftaktrennen keine Ausnahme bleiben. Im insgesamt 5. Saisonlauf platzte der Knoten endgültig und ich konnte meinen ersten Gesamtsieg einfahren.
Ich erinnere mich heute noch gerne an eine WhatsApp welche mir unser Vereinsvorstand nach dem Rennen sendete: „Ich möchte ja keinen Druck aufbauen, aber du bist nun Jäger Nummer eins auf den aktuellen Titelanwärter“. In der Tat war es nicht einfach mit diesem Gedanken umzugehen, dennoch war es etwas suspekt in der ersten Saison direkt um die Meisterschaft und Outdoortrophy zu fahren.

Zum Outdoorfinale im September war es dann in der Tat immer noch das gleiche Bild und plötzlich war auch die Lockerheit ein wenig weg, denn ein Titel war tatsächlich in greifbarer Nähe und spätestens im zweiten Lauf, als ich von Startplatz zwei meinen Kontrahenten direkt überholen konnte und das Rennen anführte, nicht mehr so undenkbar. So fuhren wir beide rundenlang auf gleichem Niveau. Schlussendlich war es aber die Taktik, über die er das Rennen für sich entscheiden konnte und ich mich geschlagen geben musste.

Die Letzten beiden Saisonläufe in der Halle waren reine Formsache, denn unser Gesamtmeister lies hier keine Zweifel aufkommen und spielte seine Stärken in der Halle voll aus. Am Schluss blicke ich auf eine tolle Saison. Indoor gesamt 3., Outdoor gesamt 2. und Gesamtmeisterschaft Vizemeister. Liest sich für eine erste Saison nicht so schlecht, wie ich finde. Im kommenden Jahr blicke ich auf neue Herausforderungen. Wir haben den Verein, welcher bisher die Hegau Bodensee Kartmeisterschaft ausrichtete neu ausgerichtet und so fahren wir im kommenden Jahr nicht mehr eine Regionale Meisterschaft im Hegau, sondern die Südbadische Leihkartmeisterschaft mit Unterstützung des ADAC Südbaden. Ich freue mich jetzt schon auf die kommende Saison und auf diese neue Herausforderung gemeinsam mit dem Alemannerning Racing Verein. Das wir Großes schaffen können und auch in der Lage sind außergewöhnliche Events zu organisieren, haben wir spätestens bei unserem Vereinsjubiläum mit der Ausrichtung unseres 6 Stunden Rennens, inkl. Kartbahnwechel ohne Unterbrechung des Rennverlaufs, unter Beweis gestellt (wer hierzu mehr erfahren möchte, schaut einfach mal auf der Vereinsseite bei uns vorbei (6h Rennen Bericht).

Wenn ich dann mal nicht auf der Kartbahn war ging es für mich auf zwei Räder voran. Inzwischen habe ich zu meiner regionalen Gruppe aus Radolfzell zwei weitere Gruppen gefunden. Die einen sind die Hegaubiker, welche sich aus ehemaligen Teilnehmern des Hegau Bike Marathons in Singen zusammensetzt und jedes Jahr um einige Fahrer größer wird. Intensiv trifft man sich hier natürlich vor dem Bike Marathon in Singen zur Vorbereitung, aber auch danach findet man hier immer wieder Anschluss für Ausfahrten am Sonntag oder im Feierabend. Leider sind hierdurch die Ausfahrten in Radolfzell dieses Jahr etwas geringer ausgefallen, weil ich in diesem Jahr am Bike Marathon mit der 50km Runde mir eine Herausforderung gesucht habe welche nicht einfach unter dem Motto „Ich fahr mal eben schnell ne kleine Runde“ stand, sondern die Strecke mit mehr als 1000hm kein Zuckerschlecken ist. Insgesamt bin ich mit meiner Ziel Zeit sehr zufrieden und vor allem freue ich mich es geschafft zu haben. Auch hier ist der
Blick schon auf 2019 zum nächsten Event gerichtet.

So und wenn das Wetter, dann mal eben nicht zum Mountainbike oder Rennradfahren passt, dann gibt es immer noch die Laufschuhe und auch hier ein festes Datum, zu dem ich Leistungstechnisch auf der Höhe sein will. Die Rede ist von Run and Fun in Tuttlingen. Bereits zweimal gestartet war für dieses Jahr das Ziel ganz klar. Wenn ich durchs Ziel laufe, dann steht auf der Uhr eine Zahl unter 50 Minuten. Es ist schon merkwürdig, auch wenn man solche Dinge für sich selbst macht wie einem der Ehrgeiz packt, wenn man im Vorjahr knapp an dieser Marke scheitert. So sollte es in diesem Jahr aber „locker“ reichen und mit 48:08 ich mir die Frage stelle, geht da noch was…. 😀

 

Was gab es noch in diesem Jahr? Urlaub, davon sogar eine ganze Menge.

Im August bin ich wieder für sieben Tage in die österreichischen Berge nach Ischgl gefahren.

Gemeinsam mit der Silvretta Bike Academy die dortigen Trails befahren, egal ob bereits bekannte oder ganz neue Trails, war es wieder eine wunderschöne Woche zum Abschalten und runterfahren vom Alltag. Nachmittags nach dem Biken im Whirlpool oder auf der Sonnenterasse weit weg von allem was sich so Alltag schimpft.

 

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich zwei neue Mountainbike Gruppen gefunden habe, hier bin ich euch noch die zweite schuldig. Bike Stuff & Tours ist ein lokaler Bike Händler in Wutöschingen der auch Bike Urlaube organisiert. Pascal fragte mich im Frühsommer, ob ich Lust habe mit ihm zum Biken an den Reschen See zu fahren, eben organisiert durch Bike Stuff & Tours. So ging es Ende September für drei Tage noch mal in die Berge und mit diesem crazy Haufen hat es so viel Spaß gemacht, dass auf dem Heimweg bereits klar war, das war nicht die letzte Tour mit denen und so ergab es sich, dass bereits vier Wochen später ich noch mal im gleichen Bus saß und nach Finale Ligure (Italien) zum dritten MTB Urlaub gefahren bin. Alles in allem auch eine sehr schöne Region, doch hatten wir nicht so viel Glück was das Wetter anging und auch ein Sturz meinerseits bremste das Ganze ein wenig aus. Nachdem ich nun aber einige Regionen zum Mountainbiken gesehen habe, habe ich das Gefühl, dass ich mich bisher in Österreich am wohlsten fühle und so gehen auch hier schon die Blicke auf 2019. 

So, wie Ihr seht, ich habe mir mein Zitat vom vergangenen Jahr zu Herzen genommen. Ich habe mir durchaus viel Zeit genommen und habe viel bekommen. Zu erwähnen, dass es mir gut geht brauche ich an dieser Stelle wohl nicht, denn sonst würde ich all diese Unternehmungen sicherlich nicht machen oder mir morgens um 7 Uhr die Laufschuhe anziehen um eine Runde zu joggen, oder um 06:30 Uhr mal in der Schwimmhalle stehen und dort meine Bahnen ziehen oder eben den Sandsack im Boxstudio verhauen. Aber ich erwähne es trotzdem.

Es geht mir gut und ich freue mich, dass ich Dir diese Zeilen schreiben kann. Ich blicke auf die letzten Tage von 2018, freue mich auf einige ruhige Tage, linse aber schon gespannt auf das neue Jahr. Auf neue Aufgaben die mich im Job (bei meinem alten Arbeitgeber) erwarten.  

 

 

Ich hoffe Du hast Dir ein bisschen Zeit genommen meine Zeilen zu lesen,
ich wünsch Dir Frohe Weihnachten einen guten Rutsch und

 

Zeit zum Träumen,

Zeit zum Nachdenken,

Zeit zum Lachen,

Zeit zum Leben.

 

Ganz liebe Grüße

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.