Wenn es mit der 2 nicht klappt…

…dann lassen wir die eben aus!

Beim 5. Lauf in der HBKM bremst mich im ersten Rennen noch eine Gelbphase, die mein direkter Gegner zum optimalen Boxenstoppzeitpunkt nutzt,. So konnte ich meine Pole leider nicht in einen Sieg umwandeln und musste mich trotz hartem Fight um Platz 1 geschlagen geben. (Jetzt weiß ich, wie sich Rennfahrer fühlen, wenn vor Ihnen das Saftey Car auftaucht und die ganze Taktik kaputt macht).

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Im zweiten Rennen dann von Platz drei gestartet bringt erneut eine frühe Gelbphase alles durcheinander. Fahrer steuern die Box an, obwohl diese noch gar nicht geöffnet war. Allgemeine Verwirrung auf der Strecke. Jetzt hieß es einen kühlen Kopf bewahren. Durch den neuen Ablauf beim Boxenstopp war hier großes Strafenpotential gegeben. Das musste ich bei meinem zweiten Stopp leider selbst erfahren und so ein drittes mal die Box anfahren. Nachdem die Boxengasse geschlossen war sah es für mich genau gleich aus wie nach dem Start (zumindest für mich sah es so aus, der Zeitenmonitor, welcher für uns Fahrer währen dem Fahren nicht einsehbar ist, zeigte etwas anderes). 

Irgendwann sah ich dann die Rennleitung mit der Zielflagge parat stehen, i.d.R. sind es dann noch 2-3 Runden und man kann sich auf das Rennende einstellen. Zu dem Zeitpunkt gefühlt auf Platz 3 liegend ein tolles Ergebnis und die Gedanken gehen einem durch den Kopf, hättest Du doch den einen Stopp nicht versemmelt… und dann kommt der Moment in dem man selbst als erster die Zielflagge gezeigt bekommt, mit einem Grinsen des Rennleiters. Ich konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich realisieren. Mein erster Sieg in einem HBKM Einzellauf. Die Strafen der anderen haben das Feld derart durchgewürfelt das ich im Rennen den Überblick nicht behalten konnte.

DSC_2518_20180506Und so kommt ein Platz 2 aus Lauf 1 und ein 1. Platz in Lauf 2 zusammen und bescheren mir meinen ersten HBKM Tagessieg, nach gefühlt so vielen 3. Plätzen und immer so knapp an Platz 2 gescheitert.

Einerseits kommt es so unerwartet, andererseits fährt man deutlich ruhiger wenn man seine reale Position nicht kennt. Schließlich hat man genug mit sich selbst zu tun und bekommt nicht alle anderen Situationen beim Fahren mit.

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